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Die evangelisch-lutherische Christuskirche Selb stellt sich hinter die Jugendlichen von „Fridays for Future“

Die Forderungen der Jugendlichen nach mehr Klimaschutz sind auch unser Anliegen.

 

Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung: Mit diesen Forderungen begann der sogenannte „konziliare Prozess“ bei der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen 1983 in Kanada. Drei Forderungen, die eng miteinander verknüpft sind. Die Kirchen auf der ganzen Welt setzen sich seit langem für diese Ziele ein.

Die weltweite Kirche steht daher in der Verantwortung vor Gott und der Welt: Sie hat den Auftrag, diese Erde und die ganze Schöpfung zu bewahren und den nachfolgenden Generationen so weiterzugeben, dass auch sie gut und wohlbehalten darin leben können.

Seit Wochen gehen nun Jugendliche auf der ganzen Welt auf die Straße. Sie fordern mehr Klimaschutz und eine drastische, ernsthafte Wende in der Klimapolitik, denn sie werden diejenigen sein, die unter dem Klimawandel zu leiden haben.

Der Kirchenvorstand der Christuskirche Selb stellt sich hinter die Forderungen der Jugendlichen. Ihr werteorientiertes Eintreten für die Bewahrung der Schöpfung ist auch unser Anliegen. Alle wissenschaftlichen Untersuchungen weisen darauf hin, wie dringend jetzt drastische Maßnahmen zu mehr Klimaschutz umgesetzt werden müssen, um die Lebensgrundlagen der jungen Menschen für die Zukunft zu erhalten. Es gehört zum Kernbestand unseres Glaubens, dass wir das „ängstliche Harren der Kreatur“ (Römer 8,19) ernst nehmen.

Als Kirchengemeinde arbeiten wir kontinuierlich daran, klimafreundlich zu handeln und haben seit nun 6 Jahren das Zertifikat „Grüner Gockel“ dafür.

Die Proteste der Schülerinnen und Schüler machen uns schmerzlich bewusst: Es reicht nicht, sich auf dem Erreichten auszuruhen. Wir werden daher weiterhin intensiv daran arbeiten, unsere eigene Arbeit deutlich klimafreundlicher zu gestalten. Es reicht offenbar auch nicht, auf freiwilliges Engagement einzelner zu setzen, sondern wir als ganze Gesellschaft müssen neue Prioritäten setzen. Gute Lebensbedingungen zu erhalten und die menschengemachte Klimaveränderung einzudämmen, muss einen deutlich höheren Stellenwert in unserem Handeln haben.

Wir fordern daher nicht nur unsere Gemeindeglieder, sondern alle Menschen auf, ihr eigenes Verhalten zu überprüfen und ernsthafte Schritte hin zu mehr Klimaschutz zu unternehmen. Wir alle sind gefordert, unser Leben möglichst umweltverträglich zu gestalten.

Ebenso fordern wir die Verantwortlichen in der Politik auf allen Ebenen auf: Leiten Sie eine echte, deutliche und wirksame Wende in allen Politikbereichen zur CO2-Reduzierung ein. In allen Bereichen: Energie, Verkehr, Wohnen, Landwirtschaft und Industrie. Unser persönliches und privates Handeln, auch im Rahmen der Kirchengemeinden, ist ein wichtiger Beitrag. Aber ohne die Weichenstellungen der Politik wird keine nachhaltige Wende möglich sein.

Plakat kundgebung churchforfuture
Bildrechte: ChristuskircheSelb

Die Christuskirche ist Hauptveranstalter einer Kundgebung zur Bewahrung der Schöpfung. Gemeinsam mit einem breiten gesellschaftlichen Bündnis wollen wir der Politik zeigen, was wir uns für Weichenstellungen für die Zukunft erwarten.